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Gemischter Chor

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 18.05.2017

Herrlicher Gesang im Zeichen des Frühlings

Die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim und ihre Gäste sorgen im Zedernsaal für zauberhafte Stimmung Von Maria Schmid

„Die Schatzsucher“ müssen eigentlich gar keine Schätze mehr suchen. Sie tragen sie ja immer bei sich. Sie haben Gold in ihrer Kehle, die Sängerinnen und Sänger vom Kinderchor in Kirchheim, der in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. Das bewiesen sie zur großen Freude der Gäste beim Chorkonzert im Zedernsaal auf Schloss Kirchheim. Eingeladen hatte die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim mit ihrem Dirigenten Markus Felser und dem Vorsitzenden Hermann Bainger. Außerdem sorgten die Stimmen vom Männergesangverein Markt Rettenbach unter der Leitung von Rainer Prexl für Furore. Doch davon etwas später.
Zunächst war es zwar Abend mit Sonnenstrahlen, die den Zedernsaal warm beleuchteten, doch die Kinder und Jugendlichen sangen mit frisch fröhlichen Klängen „Ich singe wenn der Tag erwacht … ich singe Tag und Nacht … Mein Lied hat Zaubermacht, weil Singen Freude macht.“
Das bewiesen sie auch beim Lied „Gummibär“, denn dieser Bär hat kein Fell, er brummt nicht einmal: „Er lebt in einer Tüte, ach du meine Güte“. Von besonderer Güte war das anspruchsvolle Lied „Halleluja“ von Leonard Cohen. Karina Fischer und Janina Wehner sangen die Solopartien. Ein Hörgenuss mit Gänsehautgefühl. Der heftige Applaus der Gäste zeigte echte Begeisterung.
Für die Chorgemeinschaft „blühten“ an diesem Konzertabend vor allem Rosen, ob „Die wilde Rose“ von Antonín Dvorák, „Sah ein Knab’ ein Röslein stehn“, nach dem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe und der einschmeichelnden Melodie von Franz Schubert, oder „Wilde Rose“ von Gerhard Rabe.
Alles drehte sich um Frühling, Liebe und Romantik. Dabei vergaßen sie nicht die „66 Jahre“ von Udo Jürgens und den schönen Freund „Bel Ami“, den Ohrwurm von Theo Mackeben.
Die Sänger aus Markt Rettenbach brachten gesangliches „Durcheinander“ zu Gehör. Sie sangen drei verschiedene Tanzlieder, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun hatten und schließlich doch zu einem schönen Ganzen wurden. Das „Tanz-Quodlibet“ war etwas Besonderes. Da mussten die Gäste schon genau hinhören, um die Lieder zu erkennen. Unter anderem gehörte das „Heißa Kathreinerle“ dazu wie auch das Lied „Zum Tanze da geht ein Mädel mit güldenem Band“. Das zeigte große Sicherheit der Sänger in Text und Melodie. Doch Rainer Prexl hatte noch mehr mitgebracht. Da erschien über den Köpfen der singenden Männerschar ein überdimensionaler Kuckuck. Und plötzlich tauchte auch ein Jägersmann im grasgrünen Janker mit Hut auf, eine Flinte geschultert. „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ wurde so lebendig interpretiert, dass die Gäste im Saal großen Spaß hatten. Und das Ende vom Lied? Im nächsten Jahr war der Kuckuck wieder da. Das erhoffte sich das Publikum auch vom Chorgesang im Zedernsaal. Alle Sänger erhielten kräftigen Applaus von Angela Fürstin Fugger von Glött und allen Gästen.

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 18.05.2016

Musik erfüllt die Welt - und den Zedernsaal
Viel Applaus für die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim, das Vocalensemble Mindelheim und die Schatzsucher Von Ulla Gutmann

Weit machten sie die Münder auf, die kleinen Sänger vom Kinderchor "Schatzsucher", die das Jahreskonzert der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim im Zedernsaal eröffneten. Rhythmisch war das erste Lied "Sim-Sala-Sing" und die Kinder, die zwischen fünf und elf Jahre alt sind, klatschten immer wieder zum Stück, bevor sie "Unsere kleine Nachtmusik" anstimmten, "eine kleine Melodie mit Charme und Schick" wie sie fröhlich sangen. Mit "Schön ist es, auf der Welt zu sein" ging es weiter und "Meine Mami", von Rolf Zuckowski, war ihr letzter Beitrag. Mit Kindergesang, Querflöte und Gitarrenbegleitung ertönte ein lustiges Loblied für alle Mütter. "Wenn ihr so eine Mami habt, dann nehmt sie in den Arm, und haltet sie euch warm, denn schnell wird sie euch weggeschnappt. Wer wäre wohl so dreist, der Mann der Papi heißt ..."
Die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim sang das Stück "Musik erfüllt die Welt", was auch das Motto des Abends war, wie Chorleiter Markus Felser betonte. Im "Andenken" von Felix Mendelssohn Bartholdy besang der Chor den Frühling, wo Bäume grünen und Blumen blühen, doch melancholisch klagten sie "oh glücklich, wer noch singt und lacht, du fehlst mir, fehlst mir überall, was ist ein Frühling ohne dich." Bei den Zigeunerliedern von Johannes Brahms ging es zunächst um ein "süßes Mädchen, Schätzelein, du bist mein," beim nächsten Lied ist schon von "bitterer Reue" die Rede und beim letzten, traurigen, müssen die Liebenden sich trennen. Sozusagen "in eigener Sache" im Dialekt gesungen und humorvoll war das Stück "D"r G"sangsverei", wo die verschiedenen Berufe genannt wurden, die im Gesangsverein vertreten waren: Der Lehrer als Chorleiter und "alles isch im G"sangsverei, so muas des sei" und nach dem Gesang geht man zusammen noch auf ein Bier. Süffig ging es weiter mit "Griechischer Wein" von Udo Jürgens, vielstimmig als letztes Lied vor der Pause gesungen und die zahlreichen Zuhörer im Saal klatschten begeistert.

Auch der Gastchor "Vocalensemble Mindelheim" besang den Frühling mit "Lob des Frühlings" von Ludwig Uhland, den "Veilchenduft, die linde Luft", ein optimistisch vorandrängendes Lied wie Chorleiter Markus Felser erklärte. Weiter ging es mit "Luci care, luci belle", ein für den Freundeskreis von Mozart komponiertes Lied, dreistimmig, mit italienischem Text, gewidmet den "Augensternen der Geliebten", so erklärte Markus Felser. "Der Faulpelz" von Arne Melmäs war ein Lied mit wenig Text. "Die Türen drehn sich", wurde immer wieder wiederholt, "in den Angeln", "so wie ein Faulpelz", witzig, ohne Sinn und doch schön anzuhören.
Auf "I can"t help falling in love" und das bekannte "For the longest time" von Billy Joel folgten "Evening Rise", ein traditionelles indianisches Lied und "Memory" von Andrew Lloyd Webber.

Dann sangen sie noch zusammen, die Sänger aus Mindelheim, aus Kirchheim und Derndorf und es waren viele Sänger auf der Bühne im Zedernsaal, die "Kad si bila mala Mare", ein Volkslied aus Dalmatien interpretierten. Mit bayerischer Volksmusik ging es weiter: "Heast es net" von Hubert von Goisern, mit vielen Jodeleinlagen, mal leise, mal lauter und intensiver, gefühlvoll, vielstimmig und gekonnt. Der "Chor der Gefangenen" von Guiseppe Verdi sei heute aktueller denn je, denn es geht um die Freiheit, so Chorleiter Markus Felser, der das Stück am Klavier begleitete. Zuletzt sangen die beiden Chöre noch das afrikanische Lied "Si si si si du la da", ein Kanon mit der Botschaft "Genieße das Leben, genieße den Tag!", ein schöner Abschluss für das vielseitige, bunte Musikprogramm im Kirchheimer Zedernsaal.

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 20.05.2015

Sie haben seit 50 Jahren „Gold in der Kehle“

Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim feiert mit Gästen

Gold in der Kehle haben, wer möchte das nicht? Dass das auch noch nach 50 Jahren der Fall sein kann, zeigten die Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim unter der Leitung von Markus Felser. Dieses Gold in der Kehle hatten auch die geladenen Gäste. Die Singgemeinschaft Tiefenbach unter der Leitung von Regina Widmann und der Männerchor Dirlewang mit Chorleiter Richard Hoffmann bestätigten das mit ihrem sehr abwechslungsreichen Repertoire. Bevor Vorsitzender Hermann Bainger den Werdegang der Chorgemeinschaft schilderte, gab es romantische Lieder von Natur und Liebe. Von Felix Mendelssohn Bartholdy war „Im Walde“ zu hören, „Im Park“ von Heinz Kratochwil, oder Robert Schumanns „Der Schmied“ und „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern. Ein Programm, das sich hören lassen konnte. Dabei kamen die ersten Stimmen vom Sopran, Alt, Tenor und Bass richtig zur Geltung. Friedrich von Schiller sagte einmal: „Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.“ In jedem der vorgetragenen Lieder lag nicht nur der Zauber des harmonischen Gesanges, sondern auch die Übertragung auf das Publikum.

Die Singgemeinschaft Tiefenbach (Landkreis Neu-Ulm) sang ein herzliches „Willkommen“ (Dieter Frommelt) und gab den Rat „Horch, der erste Laut“. Dieser Chorsatz stammt von Josef Licharz. Später ließen sie bekannte Schlager hören wie „Ein bisschen Frieden“ von Ralph Siegel oder „Zeig mir den Platz an der Sonne“ von Udo Jürgens. Für weitere Höhepunkte sorgte der Männerchor Dirlewang. Johann Wolfgang von Goethe drückte es so aus: „Ehrt die Lieder! Sie sind gleich den guten Taten!“ Das war schon beim Begrüßungslied „Wir grüßen Euch“ mit Text und Arrangement von Chorleiter Richard Hoffmann zu spüren. Diese „guten Taten“ machten sie vor allem bei dem ausgezeichnet vorgetragenen „Der Erlkönig“ nach dem Text von Goethe und dem musikalischen Arrangement von Richard Hoffmann. Am Klavier begleitete Ludwig Salger die drei Solisten. Die beiden Tenöre Johann Irsigler und Helmut Gaspar fungierten als Erlkönig und Vater, während Richard Hoffmann mit seiner Baritonstimme den stimmlich höher angelegten Knaben mimte. Der Chor fungierte als Erzähler. Eine großartige Interpretation, die verdienten Beifall erhielt.

Das setzte sich bei den Liedern „Herrlicher Baikal“, einem russischen Volkslied, mit den beiden Solisten Irsigler und Gaspar fort. Sehr emotional erklang das Lied „Kad si bi la mala mare“, ein Volkslied aus Dalmatien, in dem es natürlich um die Liebe geht. Nach dem gemeinsam gesungenen schottischen Volkslied „Ein schöner Tag zu Ende geht“ aller drei Chöre ging ein Jubiläumskonzert mit Wehmutcharakter zu Ende.

Vergessen werden darf nicht die Ehrung von Josef Kusterer (Tenor) für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Chorverband Bayerisch-Schwaben und im Sängerkreis Unterallgäu. Viel Applaus galt auch den anwesenden Gründungsmitgliedern und den ehemaligen Dirigenten. (sid)

Die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim feierte ihren 50. Geburtstag mit einem Jubiläumskonzert im Zedernsaal. Dazu hatten sich die Sänger noch musikalische Gäste aus Tiefenbach und Dirlewang eingeladen. Foto: sid

Einige Bilder vom Jubiläumskonzert am 9. Mai 2015 ( Copyright Josef Kößler)
Zum vergrößern ein Bild anklicken

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 21. Mai 2014

Eine musikalische Reise von Venedig nach Schwaben
Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim stimmt mit amüsanten und nachdenklichen Stücken auf den Sommer ein

Das Wetter am Tag des Jahreskonzerts der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim zeigte sich zwar nicht von seiner besten Seite, dafür läutete der Chor mit seinen Gästen aus Glött-Holzheim den Frühsommer auf musikalische Weise ein. Gleich im ersten Programmteil entführte der Chor aus Derndorf-Kirchheim unter der Leitung von Markus Felser die Zuhörer daher in wärmere Gefilde nach Italien.
Daniel Fredericis Stück „Wir lieben sehr im Herzen“ handelt so zum Beispiel von den „drei Dingen fein“, wobei es sich – im Sinne der südländischen Lebenslust – um Wein, Weib undGesang handelt. Stilvoll und elegant verpackt in diesem Stück aus der Renaissance stand somit das Motto des Konzertabends fest.
Weiter ging es mit dem romantischen „Gondoliere“ von Hans Albert Mattausch, in dem die Sänger den sanften Wellengang in den Kanälen Venedigs imitierten und das Publikum auf eine schaukelnde Gondel versetzten. Höhepunkt des ersten Konzertteils war jedoch „Insalata Italiana“ von Richard Genée, bei dem es sich um eine Art Wortsalat handelt. Unterschiedlichste musikalische Begriffe – im wahrsten Sinne von piano bis forte – wurden dabei durcheinandergewirbelt und ergaben ein lebhaftes und amüsantes Wortspiel, in dem drei Solisten besonders hervorstachen.
Der Gastchor aus Glött-Holzheim unter der Leitung der sympathischen Daniela Mußelmann leitete das Publikum nach diesem kleinen Ausflug zurück in bekannte, schwäbische Gefilde. Sie interpretierten das Volkslied „Horch was kommt von draußen rein“ neu und kombinierten es mit einem rhythmischen, modernen Intro.
Im Stück „Schwefelhölzle“ führten sie den Zuhörer zurück in die Vergangenheit, als das Schwefelholz die einzige Möglichkeit zum Entfachen eines Feuers war. Das Stück von Franz Biebl und Franz R. Miller stammt aus der Zeit vor 1843 und wurde schon damals als „Schwäbisches Nationallied“ bezeichnet. Mit dem harmonischen und ruhigen „Rennsteig Lied“ von Herbert Roth und Heinz Burchert nahmen die Sänger ihr Publikum mit in die malerische Bergkulisse Thüringens.
Im zweiten Teil des Konzertes widmeten sich beide Chöre eher der populären Musik und bekannten Schlagern. So gab es nach der Pause vom Chor aus Glött-Holzheim erst einmal eine Erfrischung auf musikalische Art und Weise mit „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, das in der Besetzung des Chores aus Glött-Holzheim besonders stimmgewaltig und satt daherkam. „Hör mein Lied Elisabeth“ von Erik Wallnau – eine zarte Liebeserklärung an eine gleichnamige
Frau - widmete der Chor Elisabeth Fugger.
Nach dem amüsanten Stück „In der Bar zum Krokodil“ vom Kirchheimer Chor, das von den Gepflogenheiten der Frau Pontifar in Ägypten erzählt, wurde es wieder ernster im Saal. Mit dem nachdenklichen, stimmungsvollen Lied „Heast as net“ erinnerte der Chor daran, wie schnell doch die Zeit vergeht.
In besonderem Maße galt das auch für den Ehrenvorsitzenden des Kirchheimer Chors, Hans Bauer, der für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Ihm und allen Konzertbesuchern gaben beide Chöre zum Abschluss „Irische Segenswünsche“ mit auf den Weg und boten dabei auf der Bühne ein eindrucksvolles Bild. (jubu)

Unter Leitung von Daniela Mußelmann sangen Gastgeber und Gäste zum Abschluss des Konzertes „Irische Segenswünsche“ und bekamen vom Publikum dafür reichlich Applaus.

Der Ehrenvorsitzende der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim, Hans Baur, wurde für 40-jährige Sängertätigkeit ausgezeichnet. (MZ-Bilder: jubu)

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 11.Mai 2013

Musikalische Tierschau
Konzert: Chorgemeinschaft singt im Zedernsaal

Kirchheim Das war eine ganz ungewöhnliche, musikalische Tierschau im Zedernsaal in Kirchheim. Da krähte und gackerte es, da bellte und miaute es, da rief der Kuckuck und es sang die Lerche. Wie war das möglich? Nun, wenn die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim mit ihrem Dirigenten Makus Felser auftritt, dazu der "Liederkranz Obergünzburg" unter Leitung von Markus Pelzl, dann est das gar nicht so verwunderlich. Beiden Chören hatte es in diesem Konzert die Tierwelt angetan. So ging es dem "Hahn von Onkel Viacomete" tätsächlich "an den Kragen". Daran konnten auch "D'r Hiertebua" nichts ändern, auch wenn er noch so großartig jodelte. Nun, die trauernden Hennen trösteten sich bald. Es kam ein junger Hahn auf den Hof und alles war wieder im Lot.

Der Frühling war ein weiteres angesagtes Thema, ob beim "Lerchengesang", von Felix Mendelssohn-Bartholdy oder "In der Kirschblüt" von Hans Melchior Brugk. Enrique Fábrfez schrieb das Volkslied "Boleras Sivillanas" aus Andalusien. Renate Säuberlich aus der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim sang es mit ihrem klaren Sopran.

"Wo ein Lied erklingt und man fröhlich singt, ist man gerne Gast", sang der Liederkranz. Die Heimat, das Allgäu und seine Berge hatten es den Sängern ganz besonders angetran, ob bei "La Monanara" oder der Zugabe "Heimat du, du schenkst mir die Ruh'." Da hörten die zahlreichen Gäste das Seufzen beim Lied "Hör mein Lied Elisabeth", die bekannte Elisabeth-Serenade, die Rudolf Binge einst schrieb. Doch bevon es hieß "Sag beim Abschied leise servus" konnten zwei langjährige Mitglieder der Chorgemeinschaft geehrt werden. Richard Hoffmann, Vorsitzender der Gruppe Frundsberg im Unterallgäuer Sängerkreis, und der erste Vorsitzende der Chorgemeinschaft Hermann Bainger, ehrten Werner Dempf und Erwin Rogg für jeweils stolze 40 Jahre.

(Maria Schmid)

Chorleiter Hermann Bainger (Mitte) ehrte Werner Dempf (rechts) und Erwin Rogg für 40-jährige Mitgliedschaft.

Die Mitglieder der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim unter Leitung von Markus Felser unterhielten ihr Publikum im Zedernsaal bestens. Auch die Gäste vom Liederkranz Obergünzburg bekamen großen Beifall. Fotos: Maria Schmid

Ernst Müller ist Ehrenmitglied der Chorgemeinschaft

Schatzmeister für vierzig Jahre untadelige Kassenverwaltung ausgezeichnet

Derndorf/Kirchheim Die Chorgemeinschaft (CG) Derndorf-Kirchheim hat ein neues Ehrenmitglied: Nach vierzig Jahren akribisch genauer Tätigkeit als Kassierer hat Ernst Müller im vorigen Jahr das Amt niedergelegt. Dies wurde von allen bedauert, aber respektiert, betonte nun Vorsitzender Hermann Bainger bei der Jahreshauptversammlung. Auf einstimmigen Beschluss wurde Müller die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Nach kurzer Begrüßung begann Vorsitzender Bainger seine Rückschau mit statistischen Zahlen: Der Chor zähle wie bisher 29 Sängerinnen und Sänger. Auch die Zahl der passiven Mitglieder sei mit sechzig konstant geblieben. Der gemischte Chor absolvierte 36 Proben, die Beteiligung lag bei rund 85 Prozent. Keine Zukunft hat dagegen wohl der Jugendchor, der derzeit nur noch aus vier Mädchen besteht. Alle anwesenden bedauerten sehr, dass der Chor wohl früher oder später aufgelöst werden müsse. Eigentlich sollte der Jugendchor die Nachwuchsprobleme bei der CG lösen.

Danach gab Bainger noch einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen, bei denen die Chorgemeinschaft aktiv war.
Markus Felser, der im Oktober 2011 mit beiden Chören seine Dirigententätigkeit aufgenommen hat, war verhindert. Der Vorsitzende trug dessen Schreiben vor, in dem er von viel Freude bei der Arbeit und den Auftritten berichtet.
Die neue Kassenverwalterin Maria Fischer berichtete, dass der Verein 7170 Euro ausgegeben habe. Es entstand ein Fehlbetrag von 675 Euro, bilanzierte die Kassiererin weiter. Dem akribisch genauen Prüfbericht von Manfred Putz folgte die einstimmige Entlastung.

Bürgermeister Hermann Lochbronner meinte, dass die CG eigentlich „Harmonie“, wie der Theaterverein heißen müsste, denn soviel Einigkeit gäbe es selten in einem Verein. Außerdem sagte er die weitere Unterstützung des Marktes zu. (kk)

Die Vorsitzenden der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim, Hermann Bainger (rechts) und Erwin Rogg (links), ernannten Ernst Müller (Mitte) für 40-jährige Tätigkeit als Kassierer zum Ehren-Mitglied und überreichten eine Urkunde. Foto: kk

Artikel der Mindelheimer Zeitung vom 19.Mai 2012


Eine Demonstration schönster Chormusik

Jahreskonzert
Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim begeistert Publikum mit ihren Sängerfreunden aus Fischach . Von Sabine Adelwarth


Kirchheim Die Athmosphäre im Fuggerschloss ist bezaubernd und wenn dann auch noch musikalische Klänge den Zedernsaal durchfluten, kann man von einem wahren Genuss sprechen. Beim Jahreskonzert der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim war es wieder soweit: Ein abwechslungsreiches Repertoire unterhielt die vielen Zuhörer.
Premiere hatte an diesem Abend der neue Dirigent. der bisherige Chorleiter Robert Sittny übergab im vergangenen Jahr nach 20 Jahren den Taktstock an Markus Felser. "Der Chor ist bei dir in den besten Händen", sagte Richard Hoffmann von Sängerkreis Unterallgäu. Dass diese Aussage voll zutraf, davon konnte sich das Publikum überzeugen. Mit vollem Elan und purer Freude ließ Felser alte Stücke wieder aufleben.

Vom Spottlied bis zu Jacques Offenbach
Das Vokalensemble präsentierte sich erfrischend und startete mit dem kraftvollen "Odi et amo" in das zweistündige Konzert. Heitere Stimmung verbreitete das Kinderlied "Der Jäger längs den Weiher ging". Der gemischte Chor erfreute die Zuhörer aber auch mit Stücken wie "In der Kirschenblüt' ", "Hör mein Lied Elisabeth" oder dem Spottlied "Der Floh". Klassisch ging es mit "Barcarole" von Jacques Offenbach weiter. Stimmgewaltig machte die Formation aus Frauen und Männern klar, dass sie dem berühmten Gefangenenchor der Verdi-Oper Nabucco locker würdig war. Es verwunderte nicht, dass dieses Stück als Zugabe herhalten musste und kräftigen Applaus erntete.
Als Gäste konnte der gemischte Chor den Männergesangverein Liederkranz aus Fischach begrüßen. Unter Leitung von Rainer Gumpp zeigten die 28 Männer großes gesangliches Können mit Liedern wie "Beim Holderstrauch", "Auf, auf zum fröhlichen Jagen" oder "Als Freunde kamen wir."
Ein gutes Klangvolumen brachte der "Banana Boat Song" und präsentierte die ganze Vielfalt des Chorgesangs. Ein Glanzstück des Abends war das Medley "Golden Western Songs" von Otto Groll. Das Pottpourri aus verschiedenen Westernsongs brachte eine gelungene Mischung ins Programm.
Der Jugendchor der Chorgemeinschaft "Voll-Chor-act" hatte ein paar musikalische Highlights mitgebracht. Den Anfang machten die acht Sänger mit "Au clair de la lune", modern und frisch arrangiert. Gospelsongs wie "I will follow him" aus dem Film "Sister Act" waren ebenso gelungen wie das temperamentvolle "Aqua Beber". Den Schlusspunkt setzten die Nachwuchssänger im Sonnenbrillen-Look mit "All i have to do is dream".

Zu einem Jahreskonzert gehören natürlich auch Ehrungen. "Es lohnt sich, Leidenschaft zu zeigen", sagte Richard Hoffmann von Sängerkreis Unterallgäu und zeichnete Maria Bissinger, Rita Rauch und Elisabeth Kugelmann für 25 Jahre aktiven Chorgesang mit einer Urkunde und der Ehrennadel des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben aus. "Ich hoffe, dass sie noch lange ihre Stimme dem Chor leihen und sie diese Leidenschaft nie verlieren", sagte Hoffmann. Mit dem gemeinsamen Schlusslied "Kein schöner Land in dieser Zeit" endete ein klangvoller Abend, der eine gelungene Demonstration bester Chormusik war.

Richard Hoffmann (hinten links) von Sängerkreis Unterallgäu überreichte für 25 Jahre aktiven Chorgesang eine Urkunde und Ehrennadel an (vorne von links) Elisabeth Kugelmann, Rita Rauch und Maria Bissinger. Erster Vorsitzender der Chorgemeinschaft Hermann Bainger (hinten Mitte) und Dirigent Markus Felser gratulierten herzlich (Fotos: müsa)

Schwungvoll und klassich war das Repertoire, das die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim gemeinsam mit dem Männergesangsverein Liederkranz Fischach zu Gehör brachte. Beim gemeinsamen Schlusslied boten die Chöre ein beeindruckendes Bild.


Ohrenschmaus mit Niveau

Kirchheim
Abwechslungs- und facettenreiche Chormusik, das konnten die zahlreichen Zuhörer im Fuggerschloss Kirchheim genießen. Beim Frühlingskonzert, das die Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim zusammen mit dem Männerchor Markt Wald bot, konnte man im Zedernsaal eine schöne Klangreise erleben. Von Sabine Adelwarth


Den Anfang machte der gemischte Chor der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim mit einem Potpourri aus dem Musical "My fair Lady". Unter der souveränen Leitung von Robert Sittny stellten die Sängerinnen und Sänger ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Silvia Kolb am Klavier und Walter Weiß am Kontrabass begleiteten das Musical-Medley. Bass-Solist Hermann Fischer ließ beim Stück "Es grünt so grün" einen warmen Schauer über den Rücken laufen. Bei weiteren Liedern wie "Wochenend und Sonnenschein" oder "Bel Ami" bewies der Chor die Ausgewogenheit in den Stimmgruppen.
Der Jugendchor der Chorgemeinschaft bot ebenfalls ein gemischtes Repertoire. Die elf Sängerinnen und Sänger trugen ein außergewöhnliches Lied aus Namibia mit dem Titel "Ti mamasa ta ge" vor. Beim Liebeslied "Agua de Beber", den Spirituals "Lord I know I've been changed" und "It don't mean a thing" bewies das Ensemble seine gesangliche Vielfalt.

Mit "Viel Glück und viel Segen", "Glückliche Stunden" und "Glück ist wie ein Sonnenblick" stieg der Männerchor Markt Wald ins Geburtstagskonzert ein. Auch beim Potpourri aus alten, bekannten Volksliedern, wie "Im Frühtau zu Berge" ließ der Chor diese wieder aufleben und Chorleiterin Sylvia Mayer betonte: "Leider geraten diese alten Volkslieder immer mehr in Vergessenheit". Matthias Janetti begleitete die Auszüge am Klavier und an der Soloklarinette. Den Abschluss boten zwei passende Frühlingslieder und nur mit einer Zugabe durften die Markt Walder die Bühne verlassen.
Da das Konzert unter dem Motto "25 Jahre gemischter Chor" stand, wurden auch einige Ehrungen vorgenommen. "1984 wurde der gemischte Chor gegründet", blätterte Vorstand Hermann Bainger nochmals in der Geschichte zurück. Richard Hoffmann, Vorsitzender der Gruppe Frundsberg vom Sängerkreis Unterallgäu zeichnete die aktiven Sängerinnen und Sänger aus und lobte "den Einsatz für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft". Urkunde und Ehrennadel erhielten Anna Baur, Hans Teindl, Marlies Faul und Christine Lutzenberger für 25 Jahre. Für 40 Jahre wurde Maria Fischer, für 50 Jahre Karola Schmid und als "persönliche besondere Premiere", wie Hoffmann sagte, wurde Maria Mayer für 60 Jahre aktiven Chorgesang ausgezeichnet.

Mit der gemeinsamen Zugabe "Als Freunde kommen wir, als Freunde gehen wir" boten die Chöre ein atemberaubendes Bild und einen passenden Abschluss. Die Zuhörer belohnten die Akteure mit viel Applaus, was als Beweis für die volle Zufriedenheit gewertet werden darf.

Vorstand Hermann Bainger (links) freute sich mit dem Dirigenten der Chorgemeinschaft Derndorf-Kirchheim, Robert Sittny (2. v. re.), über die Ehrungen treuer Mitglieder. Richard Hoffmann (re.) vom Sängerkreis Unterallgäu überreichte Urkunde und Anstecknadel an (weiter v. li.) Anna Baur (25 Jahre), Hans Teindl (25), Marlies Faul (25), Maria Fischer (40 ), Christine Lutzenberger (25), Karola Schmid (50) und Maria Mayer (60). Fotos: müsa